Spielberichte



Mit drei blauen Augen davon gekommen

(Spieltag: 18.10.2014)

Am Samstag traten die Handballer der ersten Männermannschaft der SG Westhavelland in Premnitz gegen den SV Motor Hennigsdorf an. Nach der Niederlage vergangene Woche gegen Eberswalde und mit Blick auf die kommenden Aufgaben gegen Oranienburg und Potsdam, wollte die SG gegen einen vermeintlich leichteren Gegner unbedingt punkten. Doch auch letzte Woche musste die SG erfahren, dass man sich vor jeder Mannschaft in dieser Liga in Acht nehmen muss. Personell konnte Peter Reckzeh auch diesmal nicht aus den Vollen schöpfen. Melzer, Puhl, Söchting, Fandry, Peters und Fleischer fehlten aus verschiedenen Gründen. Trotzdem standen 12 Akteure auf dem Zettel. Reckzeh appellierte wieder einmal an seine Spieler, konzentriert zu spielen. Es musste endlich gelingen, die Fehlerquote deutlich zu reduzieren und die Angriffseffektivität somit zu erhöhen. Weiterhin warnte er vor der Konterstärke der Hennigsdorfer. Diese galt es, zu unterbinden.
Doch es schien, als wenn die Ansprache des Trainers nicht richtig angekommen war. Die ersten fünf Minuten waren aus SG-Sicht eine Katastrophe und brachten Reckzeh dazu, früh seine Auszeit zu nehmen. Das Spiel wurde von beiden Mannschaften sehr schnell geführt. In fünf Minuten lief jede Mannschaft sieben Angriffe. Während Hennigsdorf dabei vier Tore, davon drei durch Konter erzielen konnte, gelangen der SG lediglich drei technische Fehler und vier Fehlwürfe. Es stand also 0:4. Reckzeh fand in seiner Auszeit offensichtlich richtige Worte, sodass die SG in der Folgezeit langsam ins Spiel kam. Trotzdem war es erschreckend, wie viele gute Chancen die Mannschaft ausließ. Es war ein komisches Spiel, was beide Mannschaften den Zuschauern anboten. Beide versuchten ständig, das Tempo hochzuhalten, machten dabei Fehler oder agierten überhastet. Da es der SG gelang, das Konterspiel der Gäste nahezu einzudämmen, kam man Tor um Tor heran, denn im Positionsangriff fiel Hennigsdorf nicht besonders viel ein. Nach 15 Minuten stand es 5:5. An diesem Bild änderte sich nicht viel. Überhastete Aktionen, Fehlwürfe aus besten Positionen und technische Fehler beider Mannschaften prägten dieses Spiel. In der 25. Minute gelang es der SG erstmalig, in Führung zu gehen (13:12). Diese konnte man bis zur Halbzeit ausbauen und es ging mit 15:13 in die Kabine.
Was sagt man zu solch einem Spiel? Peter Reckzeh wird sicher mit der kämpferischen Einstellung seiner Spieler zufrieden gewesen sein. Doch dass seine Mannschaft aus 35 Angriffen nur 15 Tore erzielen konnte, war ihm sicher nicht recht. Glücklicherweise war Hennigsdorf nicht effektiver. Noch einmal forderte er alle Spieler auf, konzentriert und überlegt zu handeln.
Aber es ging genauso weiter. Die Gäste starteten etwas besser und konnten bis zur 35. Minute wieder ausgleichen (16:16). Beide Mannschaften spielten auf dem selben schwachen Niveau. Weiterhin gab es viele Fehlwürfe und technische Fehler zu sehen. Es gelang keiner Mannschaft, sich vom Gegner abzusetzen. Nach 50 Minuten führte die SG knapp mit 24:23. In den folgenden fünf Minuten sollte die Vorentscheidung fallen. Hennigsdorf ließ nach, was die SG ausnutzen konnte. 26:23 in der 55. Minute brachten den Gästetrainer dazu, seine Auszeit zu nehmen. Im Anschluss kam Hennigsdorf zwar noch einmal heran (27:26; 57.), musste sich am Ende aber geschlagen geben. Das Spiel endete zur Freude der SG-Spieler und –Anhänger mit 30:27.
Die SG hatte gewonnen. Das war das Positive aus diesem Spiel. In einer schnellen, überhasteten und fehlerbehafteten Partie war die SG am Ende die glücklichere zweier gleichwertiger Mannschaften. Für Peter Reckzeh ist seine Truppe mit drei blauen Augen davongekommen. Einverstanden war er mit dem kämpferischen Einsatz seiner Spieler. Dabei hob er David Mieth hervor, der auf der ungewohnten halbrechten Position gut in der Deckung stand und gerade in der Schlussphase im Angriff entscheidende Aktionen setzte. Auch Erik Dohrn zeigte wieder einmal eine herausragende Leistung in der Abwehr. Auch im Angriff sorgte er immer wieder für Gefahr. Mit seinen acht Toren (davon 5 Siebenmeter) hatte er wesentlichen Anteil am Sieg seiner Mannschaft.
Mit diesem Sieg festigt die SG den fünften Tabellenplatz.
Nun hat man eine Woche Pause, ehe man am 1.11. gegen einen der Favoriten dieser Saison in Oranienburg antreten muss. Zeit genug, weiterhin an der Reduzierung der Fehlerquote zu arbeiten.

Für die SG spielten: Wilke und Pitsch im Tor; Eckert (1), Dohrn (8), Nicpon, Beck (2), Zarbock, Dossow, Witt, Mieth (3), Köpke (7), Woizick (9).






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