Spielberichte



Ein Spiel geht über zwei Halbzeiten

(Spieltag: 25.02.2012)

Am Samstag bestritten die Handballer der ersten Männermannschaft der HSG Westhavelland ein Heimspiel in der Premnitzer Sporthalle. Zu Gast war einer der Aufstiegsaspiranten der Bandenburgliga. Die Mannschaft vom MTV Altlandsberg belegt momentan den zweiten Tabellenplatz punktgleich mit dem HV G/W Werder.
Für die HSG ging es also darum, als klarer Außenseiter Schadensbegrenzung zu betreiben. Sicheres und konzentriertes Aufbauspiel, konsequente Chancenverwertung und bewegliche Deckungsarbeit waren also notwendig, um das Spiel offen gestalten zu können.
Zum Erstaunen der zahlreichen Zuschauer war in der Anfangsphase die Außenseiterrolle der HSG nicht zu erkennen. Schnell führte man mit 3:0 (4.). Jedoch hatte man bis dahin auch schon wieder zwei Fehlwürfe zu verzeichnen. Sehr gut stand die Mannschaft in der Deckung und ließ die Gäste nur aus schwierigen Situationen werfen. Leider konnte keiner der HSG-Spieler die Abschlussschwäche, die auch schon in den letzten drei Spielen zu beobachten war, ablegen. Wieder wurden reihenweise zum Teil klarste Torchancen ausgelassen. Glücklicherweise spielte auch Altlandsberg alles andere als überzeugend, sodass die Zuschauer eine ausgeglichene erste Halbzeit sahen. Nach sieben Minuten gelang es den Gästen, erstmalig in Führung zu gehen. Doch mit der richtigen Einstellung in der Deckung und einem gut aufgelegten Fabian Wilke im Tor der HSG blieb man im Spiel und konnte umgehend wieder in Führung gehen (6:5;13.). Auf beiden Seiten war das Spiel geprägt von vielen Fehlwürfen. Keiner Mannschaft gelang es, mal mehrere Angriffe hintereinander erfolgreich abzuschließen. In der 25. Minute lag die HSG mit 8:9 hinten, konnte aber bis zur Halbzeit die Führung zurückerobern (11:10).
Das Halbzeitergebnis gab Aufschluss über das Problem der HSG im ersten Durchgang. Man hat zu wenig Tore geworfen. Umso ärgerlicher war, dass die Möglichkeiten da waren. 12 Fehlwürfe standen zu Buche. Trotzdem überwog der positive Eindruck, den die Mannschaft durch eine tolle kämpferische Leistung, gerade in der Deckung, hinterlassen hat. Dass es immer wieder gelang, sich klare Tormöglichkeiten herauszuspielen, war ebenfalls positiv. Man durfte also nicht nachlassen, um eventuell die Überraschung des Spieltages zu erreichen.
Doch gleich in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit sollten die Gäste den entscheidenden Schritt in Richtung Auswärtserfolg machen. Das ermöglichte ihnen die HSG mit Fehlwürfen und technischen Fehlern, die Altlandsberg im Gegensatz zur ersten Hälfte nun in einfache Tore ummünzte. Erschwerend kam eine 2-Minuten-Strafe gegen Jens Riedel hinzu, in der den Gastgebern nichts gelang. Nach 37 Minuten lag man so mit 13:16 hinten. Plötzlich war die Euphorie der ersten Halbzeit verflogen und die Spieler rieben sich an einzelnen Aktionen auf, die lautstark kommentiert und ausgewertet werden mussten. Anstatt sich noch einmal auf das Wesentliche zu konzentrieren, ließ man nun den Dingen seinen Lauf und ergab sich seinem Schicksal. Von der starken kämpferischen Einstellung war nichts mehr zu erkennen, sodass Altlandsberg am Ende einen klaren Auswärtserfolg einfahren konnte. Für die HSG ist es eine bittere Erfahrung, ein Spiel nach einer 11:10 Führung zur Halbzeit am Ende mit 17:26 zu verlieren.
Sicherlich konnte man vor dem Spiel nicht unbedingt davon ausgehen, dass man gegen einen Gegner wie Altlandsberg zur Halbzeit führt und nicht chancenlos ist, doch nach dem Spielverlauf war hier mehr drin. Es ist nun umso wichtiger, dass dieses Spiel schnell abgehakt wird, denn mit Grünheide, Wildau und Finsterwalde steht die HSG vor drei Spielen, die man auf jeden Fall gewinnen kann. Wichtig wird es sein, die Abschlussschwäche abzulegen und somit wieder Sicherheit in das eigene Spiel zu bekommen. Die Einstellung der ersten Halbzeit war vorbildlich und wird auch in den kommenden Partien notwendig sein.
Es spielten: Pitsch, Wilke im Tor; Woite, Puhl, Dohrn, Melzer (2), Hilgendorf, Müller (1), Zarbock, Haase (6), Köpke (4), Fandry, Söchting (1), Riedel (3)



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