Spielberichte



Kampf allein reicht nicht

(Spieltag: 26.03.2011)

Am Samstag reiste die erste Männermannschaft der HSG Rathenow/Milow zum SV Blau Weiß Wusterwitz. In diesem Spiel trafen zwei Mannschaften aufeinander, die sich sehr gut kennen und die in diesem Jahr beide gegen den Abstieg aus der Brandenburgliga spielen. Personell war die HSG zwar voll besetzt, doch einige Spieler gingen angeschlagen und ohne Training in die Partie.
Es war klar, dass man nur gewinnen konnte, wenn man die richtige Einstellung findet und vor allem in der Deckung die Kreise der Wusterwitzer Spieler einengt. Im Angriff forderte Schulz einen konzentrierten Spielaufbau mit klaren Aktionen.
In den ersten zwei Angriffen des Spiels setzten die Spieler die Vorgaben um und gingen mit 2:0 in Führung. Über Kombinationen im Angriff kam man zu klaren Chancen, in der Deckung konnten die Bälle erkämpft werden. Doch dann änderte sich das Bild. Die HSG-Spieler verloren den Faden und begannen Fehler zu machen. Schnell glichen die Gastgeber aus (3:3; 5.). Die zahlreichen Zuschauer sahen ein Spiel, das im Wesentlichen durch Kampf geprägt war. Bis zur zehnten Minute ging es hin und her (6:6), ehe sich Wusterwitz absetzen konnte. Allerdings spielte die Reckzehtruppe in dieser Phase nicht besser als die HSG, aber sie nutzen ihre Chancen. Der HSG hingegen gelang es nicht, klarste Torchancen in Tore umzumünzen. Entsprechend stand es nach 15 Minuten 10:6 gegen die HSG. In seiner Auszeit forderte Schulz von seinen Spielern mehr Konzentration. Außerdem sollten alle Spieler in Bewegung bleiben, um die offene Deckung, die Peter Reckzeh spielen ließ, auszuhebeln. In der Abwehr sollte das Spiel des Gegners früher unterbrochen werden, um die Gegenspieler vom Tor fernzuhalten. Bis zur 20. Minute gelang es der Mannschaft allerdings nicht, den Rückstand zu verkürzen (12:8). Doch die Schlussphase der ersten Halbzeit gehörte der HSG. Aus einer aggressiven Deckung heraus gelang es, viele einfache Tore zu erzielen. Man ging wie gefordert in die Zweikämpfe, was gerade in dieser Phase zu 2-Minuten-Strafen und somit zu Überzahlsituationen für die HSG führte. Dieser Vorteil wurde genutzt und die HSG verkürzte bis zur Halbzeit auf 15:14.
Der Eindruck der letzten Minuten brachte Zuversicht in die Kabine der HSG. Das sollte der Maßstab für die zweite Halbzeit sein. Eine konzentrierte Deckungsleistung sollte, verbunden mit konsequenter Chancenverwertung, der Schlüssel zum Erfolg sein.
Das Spiel war zu Beginn der zweiten Halbzeit völlig ausgeglichen. Die HSG glich aus, Wusterwitz ging im Gegenzug in Führung. Zu erkennen war, dass die HSG-Deckung nicht konsequent genug agierte. Man hatte den Gegner oft am Rande des Zeitspiels, vermochte dann aber nicht, den finalen Torwurf zu verhindern. Doch in der 35. Minute konnte die HSG in Führung gehen (19:18). Aber wieder gelang es nicht, nachzulegen. Selbst den erfahrenen Spielern unterliefen an diesem Tag viele einfache Fehler, die man vielleicht damit erklären kann, dass einige seit Wochen nur sporadisch trainieren können. Hier muss man erwarten können, dass diese Spieler sich zurücknehmen, anstatt zu überdrehen. Das Spiel wogte hin und her. Handballerische Feinheiten waren allerdings kaum zu bestaunen. In der 53. Minute, beim Stand von 27:27 hätte die HSG die Weichen in Richtung Sieg stellen können, doch ein verworfener Konter sowie zwei Fehlabspiele in der zweiten Welle ließen das Spiel offen bleiben und ermöglichten es den Hausherren, selbst die Entscheidung zu suchen. Es gelang ihnen, bis zur 59. Minute in Führung zu gehen (30:29). Dass die HSG zehn Sekunden vor Schluss den Ball noch einmal erkämpft, ihn dann aber leichtfertig vertendelt, passt zum Gesamteindruck, den die Mannschaft an diesem Tag abgegeben hat. Sicher wäre am Ende ein Unentschieden gerecht gewesen, aber die HSG vermochte es an diesem Tag nicht, Normalleistung abzurufen.
Nun wird es eng für die HSG. Durch die Niederlage rutscht die Mannschaft auf den neunten Tabellenplatz. Kommende Woche reist man auch noch zu einem schweren Auswärtsspiel nach Bad Liebenwerda. Doch die HSG muss sich nun noch einmal zusammenraufen und wichtige Punkte einsammeln.
Es spielten: Pitsch, Parey im Tor; Woite, Puhl, Melzer (9), Müller (2), Andert, Haase (5), Werner (1), Söchting, Laak (1), Köpke (3), Riedel (8)




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