Spielberichte



Eine gute Halbzeit reicht nicht

(Spieltag: 29.01.2011)

Am Samstag wollte die erste Männermannschaft der HSG Rathenow/Milow einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Sicherung eines Mittelfeldplatzes in der Brandenburgliga machen. Dazu trat man um 19:00 Uhr in Falkensee an. Das Hinspiel gegen den SSV konnte klar gewonnen werden und so war man sicher, dass man nicht chancenlos war. Die HSG trat mit dem kompletten Kader an, bis auf Mike Beck waren alle Spieler dabei.
Grundstein für einen Erfolg sollte wieder eine gute Deckungsleistung sein. Gelingt es, das Spiel des Gegners früh zu unterbrechen und die Ballgewinne in Konter umzusetzen, könnte alles wie im Hinspiel laufen. Mirko Schulz forderte die richtige Einstellung jedes Spielers.
Den ersten Angriff hatte die HSG und es wurde deutlich, wie Falkensee das Spiel für sich entscheiden wollte. Mit einer doppelten Manndeckung gegen Haase und Riedel machte man es dem HSG-Angriff schwer. In den eigenen Angriffen spielten die Gastgeber druckvoll und dynamisch. Die HSG war in der der ersten Halbzeit etwas überfordert. Als Schulz seine Auszeit bereits nach 10 Minuten nahm, lag die HSG 7:4 hinten. Die mäßige Angriffsleistung war nur mit fehlender Bewegung der Einzelspieler zu erklären. Vielmehr investierten gerade die Führungsspieler zu viel Energie, um mit den Unparteiischen jede Situation auszudiskutieren. Glücklicherweise konnten die Gastgeber nur bedingt Kapital aus der Unbeholfenheit der HSG ziehen. Doch es gelang ihnen, einen 16:11 Vorsprung bis zur Halbzeit herauswerfen.
Das war zu wenig, wenn man die Punkte aus Falkensee mit nach Hause nehmen will. Das machte Schulz seinen Spielern in der Halbzeit klar. Er forderte erhöhten Einsatz, der sich in Bewegung im Angriffsspiel zeigen sollte. Man musste noch mehr in die 1:1 Situationen gehen, um auch den Gegner durch Zwei-Minuten-Strafen zu schwächen. In der Abwehr forderte er mehr Konzentration, um dem Gegner keine Lücken zu bieten. Zu viele Tore konnten die Falkenseer durch freie Würfe von der Sechs-Meter-Linie erzielen.
Die HSG kam wie verwandelt aus der Halbzeit. In der Deckung spielte man variabel und brachte die Gastgeber immer wieder in ungünstige Situationen. Sebastian Pitsch im Tor leistete seinen Beitrag und so begann die Aufholjagd. Tor um Tor kämpfte sich die HSG wieder heran. Jetzt konnte die Mannschaft die Leistung der letzten Spiele abrufen. Die Situationen Mann gegen Mann wurden konsequent gesucht. Folge waren auch Strafen bei den Gastgebern, die das HSG-Spiel erleichterten. Beim Stand von 23:23 in der 48. Minute war man dran. Doch jetzt kippten die Lübbenauer Schiedsrichter wieder um. Ihr Spiel war weniger durch handballerische Kompetenz, als durch arrogantes Verhalten zu beschreiben. Noch in der Halbzeit erklärten sie einem HSG-Offiziellen, dass sie, wenn die HSG weiter gegen die Entscheidungen protestiert, genau so weiter pfeifen würden. Reden wir hier von Vorsatz??? Es gelang dem SSV, wieder einen 26:23 Vorsprung herauszuwerfen. Nun folgte die dritte Zwei-Minuten-Strafe gegen Jens Riedel durch eine nicht nachvollziehbare Entscheidung. Doch die restlichen Spieler kämpften weiter, konnten das Spiel aber nicht mehr kippen. Am Ende verliert die HSG mit 32:29.
Für Mirko Schulz war klar, dass man dieses Spiel trotz der schwachen Schiedsrichter allein in der ersten Hälfte verloren hat. Es reicht halt nicht aus, nur eine gute Halbzeit zu spielen. Gegen einen gleichwertigen Gegner hatte man eine gute Chance, weitere Punkte einzusammeln. Doch die Mannschaft verstand es in der ersten Halbzeit nicht, sich gegen Manndeckung zu behaupten. Dass die Mannschaft das kann, bewies sie in der zweiten Halbzeit. Nun hat man drei Wochen Zeit, dieses Spiel abzuhaken und sich auf die weiteren Aufgaben zu konzentrieren. Und die werden nicht leichter, denn am 19.Februar ist mit Lok Rangsdorf ein alter Bekannter zu Gast in der Havellandhalle.
Es spielten: Pitsch, Parey im Tor; Woite (2), Puhl (1), Bork, Andert, Müller (5), Hammermeister (1), Haase (3), Werner, Laak (1), Köpke (7), Riedel (9)




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