Spielberichte



Gerechtes Unentschieden

(Spieltag: 13.11.2010)

Am Samstag spielte die erste Männermannschaft der HSG Rathenow/Milow gegen den SV Blau-Weiß Wusterwitz. Dieses Spiel war aus verschiedenen Gründen voller Brisanz. Die HSG und Wusterwitz kennen sich bereits viele Jahre aus spannenden Begegnungen, Peter Reckzeh wechselte vor der Saison als Trainer von Rathenow nach Wusterwitz und beide Mannschaften stehen momentan gehörig unter Druck. Wusterwitz stand vor dem Spiel mit einem Punkt am Tabellenende und die HSG musste nach drei Niederlagen in Folge endlich wieder was Zählbares erreichen. Also war alles angerichtet für eine spannende Partie. Die Halle war voll, denn viele Wusterwitzer Fans fanden den Weg nach Rathenow und boten den Rathenower Fans in Sachen Stimmung enorm Paroli. Für Mirko Schulz zählte vor dem Spiel nur ein Sieg. Christoph Laak und Daniel Zarbock standen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, Enrico Puhl meldete sich nach seiner Verletzung vergangene Woche wieder einsatzbereit.
Vor dem Spiel war klar, dass viel davon abhängen würde, wie man den Wusterwitzer Torschützen vom Dienst Torsten Pfeil in den Griff bekommen würde. Doch man entschied, vorerst auf eine Manndeckung zu verzichten. Man wollte über die bewährte 5:1 Deckung versuchen, dem Gegner das Leben schwer zu machen. Von allen Spielern forderte Schulz die nötige Einstellung, um dieses Spiel zu gewinnen.
Von Anfang an entwickelte sich eine intensive Partie, in der sich zwei gleichwertige Mannschaften gegenüber standen. Stefan Köpke hatte Torsten Pfeil im Griff, aber im Gegenzug ließ Pfeil gegen Köpke auch nicht viel zu. In den ersten zehn Minuten des Spiels legte die HSG immer vor und Wusterwitz zog nach (6:6; 10.). Doch das Blatt wendete sich, als die HSG zwei Angriffe in Folge nicht verwerten konnte. Jetzt legte Wusterwitz vor und die HSG musste wieder ausgleichen. Doch auch Wusterwitz konnte sich nicht absetzen (9:10; 17.). Da Reckzeh die Aufstellung änderte und Pfeil jetzt auf der anderen Seite spielte, wurde Matthias Haase als Manndecker gegen ihn angesetzt. Aufgrund von technischen Fehlern und überhastet abgeschlossenen Angriffen auf Seiten der HSG konnte sich Wusterwitz erstmals mit zwei Toren absetzen (11:13; 22.) Das war für Mirko Schulz Grund genug, seine Auszeit zu nehmen. Er forderte noch einmal Konzentration im Spielaufbau und Aggressivität in der Deckung, denn da stand man zu defensiv. Bis zum Ende der Halbzeit bekam man das besser in den Griff und ging so mit 14:15 in die Kabine.
In der Halbzeit war klar, dass man noch zulegen muss, um das Spiel zu gewinnen. Mängel im Abwehr- und im Angriffsverhalten wurden angesprochen. Schulz forderte von allen Spielern, aber auch Torhütern, die Einstellung noch einmal zu erhöhen, denn dieses Spiel konnte man nur über den Kampf gewinnen.
Das haben die HSG-Akteure offensichtlich verstanden und starteten mit einem 3:0-Lauf in die zweite Halbzeit (17:15; 35.). Die HSG schien dieses Spiel jetzt im Griff zu haben. Bis zur 39. Minute konnte man die Führung auf drei Tore ausbauen (20:17). Eine Zeitstrafe gegen Matthias Haase brachte Wusterwitz wieder ins Spiel. Mit der offensiveren Deckung mit Manndeckung gegen Stefan Köpke kam die HSG nicht zurecht, sodass Wusterwitz in der 42. Minute zum 20:20 ausgleichen konnte. Dabei war es häufig der junge Tim Neitzel aus Wusterwitz, mit dem die HSG-Deckung nicht klar kam. Doch nach der Unterzahl konnte man wieder Fahrt aufnehmen und ging wieder mit zwei Toren in Führung (24:22; 49.). Jetzt begann eine Schlussphase, die von Spannung kaum zu übertreffen sein sollte. Bis zur 52. Minute konnte Wusterwitz wieder ausgleichen, um im Anschluss selbst in Führung zu gehen (25:26; 53.). Doch auch die Gäste konnten die Führung nicht verteidigen. Ein gehaltener Siebenmeter durch Ralf Hanke und zwei Tore in Folge brachten die Führung für die HSG (28:27; 58.). Unverständlicher Weise konnte Wusterwitz den letzten Angriff fast zwei Minuten ausspielen, ohne ins Zeitspiel zu geraten. 20 Sekunden vor Schluss gelang ihnen per Freiwurf wieder der Ausgleich. Der folgende Angriff wurde zurückgepfiffen, sodass es der HSG nicht mehr gelang, gefährlich vor das Tor zu kommen. So endete die Partie am Ende sicherlich gerecht 28:28.
Während die HSG-Spieler mit hängenden Köpfen das Parkett verließen, feierten die Wusterwitzer diesen Punkt wie einen Sieg. Letztlich hat sich die HSG diesen Punktverlust selbst zu verantworten. Nur phasenweise gelang es, die Vorgaben umzusetzen. Dann konnte man sich auch absetzen. Doch in Schwächephasen machte man es dem Gegner zu einfach, Tore zu erzielen. Jetzt hat die Mannschaft eine Woche frei, ehe man am 27.11. das nächste Heimspiel gegen Liebenwerda bestreitet.
Es spielten: Parey, Pitsch, Hanke im Tor; Woite (1), Puhl, Bork, Prochnow, Müller (6), Haase (6), Werner, Andert, Hammermeister, Köpke (4), Riedel (10), Beck.




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