Spielberichte



Zehn ganz schlechte Minuten bringen die Entscheidung

(Spieltag: 27.02.2010)

Am Samstag reisten die Handballer der HSG Rathenow/Milow nach Rangsdorf. Das Ziel war klar. Man wollte an die vergangene Woche anknüpfen und mit einem Sieg den letzten Tabellenplatz abgeben. Dazu standen bis auf Franz Neumann alle Spieler zur Verfügung. Dazu kam Sven Riedel, der die Mannschaft unterstützte.
Vor dem Spiel erinnerte Peter Reckzeh seine Spieler an die vergangenen Duelle mit Rangsdorf. Es waren immer umkämpfte, kämpferische und knappe Spiele. Also war die richtige Einstellung notwendig, um gegen einen Gegner auf Augenhöhe erfolgreich zu sein.
In der Anfangsphase des Spiels konnte sich keine Mannschaft absetzen. Die HSG spielte geduldig und nutzte die sich bietenden Chancen. Auch Rangsdorf war im Spiel und konnte seine Angriffe häufig über den Kreis oder über außen erfolgreich abschließen. Ab der 13. Minute (8:8) bekamen die HSG-Spieler die Abwehrarbeit besser in den Griff. Folglich setzte sich die Mannschaft Tor um Tor ab. In der 20. Minute führte man 12:9 und schien das Spiel nun im an sich zu reißen. Peter Reckzeh nahm seine Auszeit um seinen Spielern eine kleine Erholungspause zu gewähren und weiterhin eine konzentrierte Spielweise zu fordern. Doch was dann passierte, war nicht nachzuvollziehen. Die Havelländer stellten das Handballspielen komplett ein und spielten einen 0:9-Lauf bis zur Halbzeit. Es gelang gar nichts mehr. Häufig kam man aufgrund technischer Fehler nicht mal zum Abschluss. Rangsdorf nutzte das konsequent aus und konnte so mit 12:18 in die Halbzeit gehen.
Entsprechend war die Halbzeitansprache des Trainers. Maßlos enttäuscht über die letzten zehn Minuten forderte er seine Spieler auf, einfach wieder Handball zu spielen. Jeder Einzelne, ob Spieler oder Torhüter war unverständlicher Weise völlig eingebrochen. Doch es war noch nicht entschieden. Gelingt es, sich aus diesem Loch herauszuziehen, sollte man noch gewinnen können.
Doch auch der Beginn der zweiten Halbzeit sollte beim Trainer und bei den mitgereisten Fans keine Euphorie aufkommen lassen. Unkonzentriert und überhastet wurden die Angriffe der HSG vorgetragen. In der 35 Minute stand es folglich bereits 13:22 für Rangsdorf. Doch jetzt besannen sich die HSG-Spieler noch einmal auf ihre Stärken ohne dabei zu glänzen. Über eine sicherere Deckung gelang es, den Rückstand Tor um Tor zu verkürzen. In der 45. Minute waren es nur noch vier Tore (22:26) und es keimte Hoffnung auf Seiten der HSG. Doch kuriose Schiedsrichterentscheidungen in dieser Phase machten die Aufholjagd zunichte. Eine umstrittene rote Karte gegen Thomas Müller sowie kleinliche Zwei-Minuten-Entscheidungen gegen die HSG führten zu acht Minuten in Unterzahl. Das spielte dem Gastgeber in die Karten, der seinen Vorsprung wieder ausbauen konnte und am Ende klar mit 35:28 gewann.
Nach dem Spiel waren die HSG-Akteure enttäuscht über das, was sie abgeliefert hatten. Man hat sich innerhalb von zehn ganz schlechten Minuten in der ersten Halbzeit eine gute Ausgangsposition verbaut. So sah es auch Peter Reckzeh, der solch einen Einbruch seiner Mannschaft noch nicht erlebt hat. Aber auch er fand keine Erklärung dafür. Fakt ist, dass das eine mannschaftliche Leistung war, die so nicht akzeptabel ist. Als dann die Aufholjagd nicht klappte, kam Resignation dazu und damit war das Spiel entschieden.
Jetzt gilt es, dieses Spiel so schnell wie möglich abzuhaken und sich auf das Derby in der kommenden Woche vorzubereiten. Denn da kommt die Mannschaft des SV 63 Brandenburg/West in die Havellandhalle. Dann hat die HSG die Möglichkeit, eine positive Reaktion auf die Schlappe in Rangsdorf zu zeigen.
Es spielten: Pitsch, Parey, Hanke im Tor; Woite, Puhl, Schulz (2), Konschak, Prochnow, Müller (4), S.Riedel (4), Haase (8), Laak, Köpke (5), J.Riedel (5)




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