Spielberichte



Arbeitssieg nach toller Leistung

(Spieltag: 20.02.2010)

Am Samstag spielten die Handballer der HSG Rathenow/Milow gegen die Mannschaft der SG Rotation Prenzlauer Berg. Dabei ging die Mannschaft unter schlechten Vorzeichen in dieses Spiel. Die Trainingsbeteiligung der vergangenen Woche war verletzungs- und berufsbedingt sehr schlecht. Dazu gingen Jens Riedel und Ralf Woite angeschlagen ins Spiel. Franz Neumann stand nicht zur Verfügung. Die Gäste hingegen reisten mit einer vollen Truppe an und waren der HSG körperlich klar überlegen. Deshalb forderte Peter Reckzeh von seinen Spielern, über Konter und Angriffe über die schnelle Mitte den Positionsangriff zu vermeiden und so einfache Tore zu werfen. Wenn die Mannschaft in den Positionsangriff kommt, war Bewegung notwendig, um Lücken in den massiven Deckungsblock der Gäste zu reißen. Er erwartete die gleiche Einstellung, die die Truppe in den vergangenen Heimspielen gezeigt hat, als man gute Spiele gezeigt hat.
Diese Worte haben die Spieler offensichtlich verstanden. Die zahlreichen Zuschauer waren begeistert, als die HSG in der 10. Minute bereits mit 9:3 führte. Man spielte ihre Angriffe konsequent aus und nutzte die sich bietenden Chancen. Auch das in den letzten Spielen häufig bemängelte Zusammenspiel Deckung-Torwart klappte in dieser Phase. Die Gäste hatten Probleme, ihre Rückraumspieler in Szene zu setzen, da die HSG-Spieler konsequent jeden Zweikampf annahmen und meist erfolgreich waren. Doch die Berliner kamen besser ins Spiel. Es gelang ihnen, aus einer stabileren Deckung heraus im Angriff zu einfachen Toren zu kommen. So konnten sie den Rückstand verkürzen, jedoch nicht entscheidend aufschließen (9:6; 14.) Aber die HSG besann sich auf die Vorgaben des Trainers und spielte die erste Halbzeit souverän zu Ende und ging verdient mit 13:9 in die Halbzeit.
Reckzeh war mit dem, was er gesehen hatte hoch zufrieden. Alles was er gefordert hatte, wurde umgesetzt. Dabei lobte er die Leistung von Jens Riedel, der einen Super-Tag erwischt hatte, sowie Pascal Parey, der eine sehr gute Leistung im HSG-Tor gezeigt hatte. Aber er ermahnte seine Spieler auch, dass das erst der erste Schritt war, die Gäste werden die Punkte mit Sicherheit nicht kampflos hergeben. Also sollte weiter schnell und konzentriert gespielt werden.
In der zweiten Halbzeit konnte die HSG den Gast aus Berlin weiter auf Distanz halten. Doch es war zu erkennen, dass die Kräfte langsam schwinden. Das Angriffsspiel wurde statisch. In der Abwehr stand man nicht mehr so stabil. Bis zur 40. Minute konnte der Vorsprung gehalten werden, ehe die Berliner Tor um Tor aufholten. Der HSG gelang in dieser Phase nicht viel. Klare Chancen, darunter Konter und Siebenmeter, wurden vergeben. Als Rotation in der 50. Minute sogar in Führung ging (22:23), waren es die mitgereisten Berliner Fans, die Stimmung machten. Es war zu befürchten, dass sich die HSG-Spieler, die mittlerweile kräftemäßig angeschlagen waren, davon nicht mehr erholen. Dazu kam, dass die HSG in der Schlussphase des Spiels oft in Unterzahl spielen musste. Außerdem wurde Jens Riedel in Manndeckung genommen. Doch es ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft, der es gelang, in Unterzahl das Spiel wieder an sich zu reißen. Über Einzelaktionen konnte die Berliner Abwehrreihe überwunden werden und so führte man in der 57. Minute wieder mit 30:27. Doch auch jetzt war das Spiel noch nicht entschieden. Innerhalb von einer Minute warf Rotation zwei Tore, die HSG keins. Doch angetrieben von den Zuschauern setzen die HSG-Spieler noch einmal alle Kraftreserven frei und konnten sich wieder mit zwei Toren absetzen (32:30). Dabei entschärfte Ralf Hanke im HSG-Tor einen Siebenmeter sowie eine hundertprozentige Chance der Gäste. Dass die Berliner fünf Sekunden vor Schluss noch den Anschlusstreffer warfen war nebensächlich, denn das Spiel war entschieden. Die HSG gewinnt nach einem Kraftakt gegen Rotation Prenzlauer Berg mit 32:31.
Die Spieler lagen sich in den Armen und wurden von den Zuschauern gefeiert. Schließlich gab es dieses Glücksgefühl in der aktuellen Saison nicht allzu oft.
Der Trainer war nach dem Spiel sehr zufrieden. Die erste Halbzeit war seiner Meinung nach eine der besten, die seine Mannschaft in dieser Saison gespielt hat. In der zweiten Halbzeit gab es einige Kritikpunkte, wie die Chancenverwertung. Als Grund dafür sah er den Kräfteverschleiß und die fehlenden Wechselmöglichkeiten. Als das Spiel zu kippen drohte, ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft, so dass man am Ende verdient gewinnen konnte. Nach einer tollen Mannschaftsleistung war das ein Sieg der Moral.
In der kommenden Woche spielt die HSG in Rangsdorf und will mit einer ähnlichen Leistung die Punkte ins Havelland holen, um endlich die rote Laterne in der Liga abzugeben.
Es spielten: Parey, Pitsch, Hanke im Tor; Woite, Puhl, Schulz, Konschak, Laak, Müller, Prochnow, Haase, Köpke, Riedel




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